Anschauung

Egon Schrick

9. Juni - 8. Juli 2000

Die Performance ist für Egon Schrick Erweiterung von Zeichnung. Dabei benutzt er, sozusagen als verlängerten Bleistift, z.B. angebrannte Holzstäbe, welche am nackten Körper, im Raum und zum Publikum hin Zeichen setzen.
Was bei seinen Zeichnungsaktionen deutlich wird, ist die Lust am Grotesken, Lächerlichen, aber auch am Tragikkomischen und die Lust mit diesen Gegensätzen zu spielen. Er selbst dazu: "Dieses Paradoxon, diese Grotesken, die auch bei der Körpersprache meiner Aktionen entstehen, das verstehe ich als Kunst, welche nicht Eindeutigkeit erzeugt, wie bei einer Rechenaufgabe, wo Eins und Eins gleich Zwei ergibt."

Egon Schrick wurde 1935 in Krefeld geboren, absolvierte ein Architekturstudium an der Werkkunstschule in Krefeld und arbeitete bis 1977 als Architekt in Worms. Seit 1960 beschäftigt er sich mit Zeichnungen, seit 1977 mit Aktionszeichnungen und Performances und seit 1992 mit großen zeichnerischen Rauminstallationen. Er lebt und arbeitet in Berlin.

 

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sa. Publikationen

sa. Ausstellung Zeichenwege 2008