"GHI"

Anke Mila Menck

7. Aug. - 5. Sept. 2009

Der Kunstverein Viernheim präsentiert in seiner neuen Ausstellung die junge Künstlerin Anke Mila Menck. Ihre Arbeiten sind von puristischer Einfachheit, Klarheit und in sich ruhender Abgeschlossenheit gekennzeichnet. Letzteres vor allem durch eine der Perfektion nahe kommenden Oberflächenbehandlung bei den mehrfach lackierten Materialien, hinter denen der eigentliche Werkstoff verschwindet.

Im Gewölbekeller des Kunstvereins arbeitet sie primär raumbezogen, in dem sie fast 4m hohe Gebilde aus konturgesägten und lackierten MDF-Platten, die die vorhandene Bogenarchitektur aufgreifen, installiert. Unzählige bunte Kaugummikugeln, wie man sie aus den verlockenden Automaten aus Kindheitstagen kennt, formiert sie zu einer großen Bodenarbeit, die das skulpturale Ensemble konterkarieren.

Der formalen Reduktion und handwerklichen Präzision stehen jedoch auf inhaltlicher Ebene eine spielerische, oft augenzwinkernde Leichtigkeit entgegen. Den todernsten Anspruch des Suprematismus unterläuft die Künstlerin durch die Verwendung eines äußerst trivialen, der Sphäre kindlicher Spielfreude beheimateten Materials.


1973 in Ludwigshafen/Rh. - Studium an der HBKsaar, Saarbrücken - Ausstellungen im Georg_Kolbe-Museum Berlin, Stedefreund Berlin, Kunstverein Bochum u.a. - 2007 Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf - lebt und arbeitet in Berlin

SWR Radiobeitrag

 


Anke Mila Menck

"Dolores" 2005 MDF (4mm) u. Möbellack

Anke Mila Menck

"Chanson des jumelles" 2006 Legosteine