Ehr&Preis IHM

Ursula Steuler

14. Sept. - 13. Okt. 2001

Ursula Steuler spielt in Ihrer Arbeit ironisch mit dem "Männlichkeitsprinzip" Das Weib sei dem Manne untertan! Versteckte Umkehrung inclusive ... Gerade deshalb greift Ursula Steuler auf die ehemals typisch weibliche Form der Handarbeit zurück. Mit praller, barock anmutendender Sinnlichkeit der verwendeten Materialien thematisiert, karikiert und ironisiert sie die Krone der (Er)Schöpfung ... den Mann.

" Mit ironischem Blick auf gesellschaftliche Gegebenheiten und im Rückgriff auf tradierte Materialien und Techniken entstehen Objekte und Installationen, die zur Auseinandersetzung herausfordern: (...) Gerade weil Handarbeiten im Leben der modernen Frau eher weniger gefragt sind, Zeichen altbackener Lebensauffassung sind, gerät diese Form der Arbeit im Werk Ursula Steulers zur bewussten Erschließung, zur Einfühlung in Machtzusammenhänge, die die Frau heute wie anno dunnemals in der praktischen Doppelrolle des Heimchens und der Verführerin zur männlichen Verfügungsmasse zählen. (...) Zielsicherer Umgang mit dem objektgewordenen Imponiergehabe (...) Arbeiten ohne den geringsten Anflug von political correctness. Wesentlich ist der Nachhall, den diese Arbeiten beim Betrachter hinterlassen.“ Martin Stather (2000)