"Basics"

Eberhard Bosslet

6. Sept. - 2. Nov. 2002

Der Documenta 8-Teilnehmer Eberhard Bosslet verwendet in seinen Arbeiten ausschließlich Produkte und Technologien aus der Industriellen und gewerblichen Wirklichkeit. Sie sind immer wesentlicher, sichtbarer und funktionsästhetischer Bestandteil seiner Werke. Er arbeitet mit unedlen, gewöhnlichen Werkstoffen, die in seinen Objekten zu ungewöhnlichen Konstellationen zusammengebracht werden und ihre innovative Kraft aus der metaphorischen Berücksichtigung grundlegender Phänomene schöpft. Klassisch anmutende Mittel werden somit auf eine zeitimmanente Ebene gebracht. 

Bosslet studierte von 1975 bis 1982 an der Hochschule der Künste Berlin Malerei und wandte sich Ende der 70er Jahre in Installationen und mit Skulpturen verstärkt dem Dreidimensionalen zu. Seit Anfang der 80er Jahre prägte er mit seinen Eingriffen in den architektonischen Innen- und Außenraum den Begriff der INTERVENTION. Mit linearem sowie flächigem Farbauftrag an Industrieruinen und aufgegebenen Häusern konturierte und kontrapunktierte er materielle und statische Gegebenheiten der jeweiligen Bauten und stellte somit seine eigene Konzeption in den Dialog. Mit der Werkgruppe der UNTERSTÜTZENDEN MASSNAHMEN und der Gruppe der HUBWERKE, bringt er raumrelationale, konstruktiv-sperrigen Einbauten in Innenräume. Es sind meist installierte Werke mit hydraulisch oder pneumatisch betriebenem Hebezeug im Innen- und Außenraum: Konstruktionen aus Gegenständen des industriellen und häuslichen Bedarfs. Mit diesen Werken begründete er seinen internationalen Ruf und gibt dem Begriff der INSTALLATION eine unverwechselbare Bedeutung.

Eberhard Bosslet wurde 1953 in Speyer am Rhein geboren. 1997 erhielt er einen Ruf zum Professor für Skulptur und Raumkonzepte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 

 

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s.a. Ausstellung: Dresdens junge Dinger