Hippocampus

Gertraud Hasselbach und Angeli K.

21. März - 18. April 2003

Die beiden Wiesbadener Künstlerinnen inszenieren die Räume wie zwei Archäologinnen und suchen nach Zeugen einer phantasierten Vergangenheit.  Eine künstlerische Spurensicherung also, die sich auf die Suche nach der Erinnerung und dem Gedächtnis des Ausstellungsraums macht.
„Hippocampus“, so der Titel der Arbeit, bezeichnet folgerichtig auch eine Region des menschlichen Gehirns, die für das vorausschauende Denken und für das Gedächtnis zuständig ist. Zur Eröffnung referiert der Neurologe Reinhard Hasselbach einen kleinen Fachvortrag zum Hippocampus. Bezüge zur Arbeit der beiden Künstlerinnen herzustellen, bleibt dann jedem selbst überlassen. Mit „Hippocampus“ realisieren die beiden Künstlerinnen erstmals ein gemeinsames Projekt.

Angeli.K studierte in Wiesbaden bei Erwin Schutzbach Bildhauerei. Gertraud Hasselbach ist gelernte Fotografin und Goldschmiedin. Beide Künstlerinnen arbeiten mit dem Raum. Angeli.K`s frühe Tonskulpturen, geprägt durch längere Aufenthalte in Jordanien, orientieren sich an der arabischen Architektur. Der Anfang jeder Tonskulptur ist die Festlegung des Grundrisses. Vor diesem Hintergrund entstehen die Skulpturen von Angeli K., die mit einem Grundriss beginnen und schließlich von der Vergangenheit in eine Gegenwart emporwachsen.

Gertraud Hasselbach interessiert die Verwandlung von der 2.Dimension  (einer Zeichnung oder eines Fotos) in die 3. Dimension oder umgekehrt. Ihre Metallplastiken sind mit Scharnieren versehen und somit beweglich. Raum kann so physisch entdeckt werden. Die Buchstabenplastiken sind in der Fläche lesbar, aber als Skulptur werden sie zu abstrakten Formen.

 

Website Gertraud Hasselbach

Website Angeli K

Gertraud Hasselbach

Angeli K.