INTERACTION

Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Richmodis dm, Gunilda Woerner, Stefan Eins und Jo

06. Mai  - 04. Juni 2011

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Interaction" entwickeln und erprobenvier Künstler/innen an zwei Projektorten unterschiedliche Interaktionen.

New York 1992. Richmodis dm und Stefan Eins treffen sich. Sie, Künstlerin und Initiatorin der Kunstfabrik Darmstadt und er, ebenfalls Künstler und Gründer des legendären Kunstraums „fashion moda" in der South Bronx. Eine erste Zusammenarbeit beginnt und die erste Idee zu INTERACTION entsteht.
Letztendlich scheitert die Realisierung jedoch aus monetären Gründen.
Die beiden verlieren sich aus den Augen und es sollte 18 Jahre dauern, bis sie sich über das Internet wieder fanden und die alte Idee wieder aufflammte. Jetzt wird sie endlich realisiert.

Die Grundidee von INTERACTION liegt zum einen auf neuen unmittelbareren Kooperationsformen zwischen Künstler/innen untereinander und zum anderen auf der Untersuchung von neuen Möglichkeiten eines interdisziplinären Transfers im Hinblick auf die wechselseitigen Vorgänge der Einflussnahme, Reflexion und Aneignung von künstlerischen Erkenntnisprozessen, Methoden und Auseinandersetzungen. Gleichwohl wird damit auch der Stellenwert der individuellen Kunstproduktion und der Glauben an eine ständige Neuerfindung in Frage gestellt. Individualismus, Originalität und Autonomie, die Kriterien der klassischen bürgerlichen Kunstproduktion, werden von den beteiligten Künstler/innen durch Kollaboration und künstlerische Interaktion ersetzt.
Konkret: Richmodis dm erstellte sechs Arbeiten zum Thema „Archetypen". Es sind großformatige malerisch überarbeitete Fotokopien, die nonverbale Dialoge zwischen zwei Personen zeigen. Die Arbeiten wurden nach New York zu Stefan Eins geschickt, der nun wiederum mit eigenen neuen Arbeiten unmittelbar darauf reagiert.
Diese werden wieder Grundlage für Richmodis dm, die neuerlich Arbeiten erstellt usw. Nun kommt die Cellistin Gunilda Woerner ins Spiel, die mit der Klanginstallation
„tubes" auf das Thema Archetypen einsteigt und die Interaktion erweitert. Last but not least nun nimmt die Darmstädter Künstlerin Jo mit Papierarbeiten Bezug auf das Ganze.
Ausgangshypothese des Projekts ist, dass die Begegnung untereinander nicht nur ermöglicht andere und neue Perspektiven einzunehmen, sondern auch sich selbst anders wahrzunehmen und zu erleben und sich damit neue Handlungsspielräume für die eigene künstlerische Praxis zu eröffnen.

Die Ausstellung wird anschließend von dem legendären Kunstraum Fashion Moda in der New Yorker South Bronx und im Februar 2012 von bac - Bakehouse Art Complex in Miami, übernommen.

Videos zu fashion moda NY und bac-Bakehouse Art Complex siehe unten:

Website Richmodis dm

Website Gunilda Wörner

Website Jo

Website Stefan Eins

 

 

 

 


Richmodis dm

Jo

Gunilda Woerner