VORANKÜNDIGUNG:

 

TOM FERITSCH : INTERFERENZEN

Skulpturale Raum- und Wandobjekte

22. Feb. - 23. März 2019

Tom Feritsch sucht das Einfache, Lapidare der Form, die Erinnerung an die Urform. Sie ist für ihn aufs Engste verbunden mit schlichten Materialien wie Ton und Eisen, aus denen er seine Plastiken baut und montiert.Die abstrakt geometrischen Arbeiten wirken elementar, streng und ungeschönt. Etwas Ungebärdiges, Widerständiges haftet ihnen an, löst Spannungen und vielfältige Assoziationen aus.

Aus Kuben, Pyramiden, Scheiben- und Trichterformen erwachsen Zeichen für Tor und Turm, Flügel, Würfel und Rad. Gedanken an archaische Lehmarchitekturen,aber auch Ackerbaugeräte und Alltagsobjekte kommen auf, doch tendierenseine Arbeiten immer mehr zur konkreten Form.

Von der Malerei herkommend, hat Tom Feritsch Mitte der 80er Jahre zum Tonmaterial und später zur Kombination mit Eisen gefunden. Der Raum ist das Thema, das ihn vor allem interessiert in Momenten der Durchdringung und Verschränkung von Innen- und Außenraum. Im Wechsel von konkav und konvex, offen und geschlossen, werden Staffelung und Reihung bedeutsam.Die Spannung der meist ruhigen Objekte resultiert aus dem Miteinander und Gegeneinander der Teile. Bei aller Diskrepanz verschmelzen Fundstücke vom Schrottplatz, geschweißte Bleche und Terrakotta-Elemente zu einem ästhetischen Ganzen.

Tom Feritsch geht es um Angleichung wie auch um Gegensätzlichkeit der Materialien. Er akzentuiert dies durch malerische Oberflächenbehandlung. Der Rostton des Eisens verbindet sich mit gefärbter Terrakotta, kontrastreich hingegen wirkt das Spiel von rötlichem Ton und hellem Aluminiumblech. Seine skulpturalen Raum- und Wandobjekte bewegen sich zwischen den Polen von einfach und komplex, sowie hermetisch und transparent.

Ulrike Hauser-Suida

 

Eröffnung: Freitag, den 22. Februar 2019, 19:00 Uhr

im Kunsthaus Viernheim

Öffnungszeiten:

Do/Fr 15:00 -18:00 Uhr + Sa 10:00-13:00 Uhr