IMAGINARY DISTORTION OF FACT & FICTON

LYNN SCHOENE | mixed media | sculpture | installation

9. März – 7. April 2018

In ihrer Ausstellung im Kunstverein Viernheim setzt Lynn Schoene Materialien ein, die sich nicht nur von herkömmlichen künstlerischen Mitteln unterscheiden, sondern auch eine erzählerische Komponente in sich tragen. Sie überzieht Flächen mit  gleichförmigen Reliefs, die sich auf den zweiten Blick wie kleine Lebewesen zu bewegen scheinen: Strukturen aus Papier, Bienenwachs, Bitumen und Schellack.  Sie transportieren einfache Botschaften in Schriftform: „My ship will come in“ oder „I place my hope in the water“. Oder sie weisen großformatig, z.B. durch in Bangladesch hergestellte Männerhemden, auf Missstände, Unglücke und menschliche Schicksale hin, wie beim großen Bodenobjekt: „Flotsam, jetsam - in search of a safe haven“. Zu dieser Werkgruppe gehört auch das große „Lifeboat“, das als lebensrettendes Vehikel, als Überlebensboot verstanden werden könnte, gäbe es nicht das große Fischernetz, in dem das Boot gefangen zu sein scheint. Es sind die immer wiederkehrenden Themen, die uns bewegen und ihre Aktualität nie wirklich verlieren. Ein weiterer Aspekt im Werk von Lynn Schoene ist eine gewisse Sammelleidenschaft. Ob die auf dem Flohmarkt in der Londoner Portobello Road ergatterten alten Hutschachteln, der zerschlissene Koffer oder eine in die Jahre gekommene Lederhandtasche:  Alle diese Objekte werden mit den Strukturen besetzt und erhalten ihre Würde zurück.

 

Eröffnung: Freitag 9.März 2018, 19:00 Uhr

im Kunsthaus Viernheim

Begrüßung: Fritz Stier (Kunstverein Viernheim)

Einführung: Dr. Maria Lucia Weigel (Kunsthistorikerin, Heidelberg)

Öffnungszeiten:

Do/Fr 15:00 -18:00 Uhr + Sa 10:00-13:00 Uhr