UTE LINDNER  |  POINT OF VIEW

Cyanotypien |  16.10. - 14.11.2020

 

Mit großformatigen Cyanotypien auf breiten Stoffbahnen verwandelt Ute Lindner die Räume des Viernheimer Kunstvereins in ein begehbares Tableau fotografischer Abbildungen verschiedener Orte und ihrer Geschichte. Mit der Technik der Cyanotypie belebt die Künstlerin ein altes fotografisches Kopierverfahren, bei dem die Sonne Preußisch Blau entstehen lässt.

Fotografie begreift Ute Lindner nicht als Instrument zur Wiedergabe von Wirklichkeit, vielmehr als Material zu deren Gestaltung und Veränderung. Eine Vielzahl fotografischer Aufnahmen montiert die Künstlerin zu einer autonomen Realität, die außerbildliche Bezüge von Raum und Zeit in sich aufhebt und durch deren Verschränkung eine Entgrenzung erwirkt.

„Ein zentraler Aspekt im künstlerischen Schaffen von Ute Lindner ist das Thema der Spiegelung, der Reflexion von Räumen und Figuren, der zwischen Bild und Abbild entstehende Zwischenraum. Insofern Ute Lindner ihre Bildmontagen in dynamischen Wechselbeziehungen organisiert, scheint es, als würden sie zu polyphonen Klängen einer gleichsam musikalischen Komposition. Ute Lindner inszeniert einen Ort, so wie er sich hinter dem Spiegelbild offenbaren mag, um den Betrachter über eine Schwelle hinwegzuführen, ihn in Grenzbereiche zwischen dem Gegenwärtigen, dem schon Vergangenen und dem noch Kommenden vordringen zu lassen.“ Auszug aus: Christoph Kivelitz, „Through the Looking Glass“, 2009.

 

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Die Arbeiten der Berliner Fotokünstlerin Ute Lindner werden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, in den letzten Jahren u.a. 2017 in Schanghai als artist-in-residence, in der Akademie der Künste in Berlin als Finalistin des Gabriele-Münter-Preises, 2018 u.a. im Torrance Art Museum in LA, im National Museum of Art in Osaka, im Kasseler Kunstverein. Im Rahmen des European Month of Photography 2018 in Berlin war sie mit drei Einzelausstellungen vertreten: in der Stiftung Starke im Löwenpalais, im PhotoWerkBerlin sowie im Projektraum Kronenboden. Weitere Einzelausstellungen u.a. bei Åplus, Berlin. 2019 war sie u.a. im Museum of Contemporary Art (MOCA) in Novi Sad, im Museum für Fotokopie / M.F.F., Mülheim an der Ruhr sowie bei Schoeler.Berlin und in der Galerie Wolf & Galentz, Berlin, vertreten, 2020 in der aff Galerie und in der Gallery of the University of Arts, Posen.

Kunst-am-Bau-Arbeiten wurden u.a. am Savignyplatz/Berlin und in der VGH Hannover realisiert.

Ihre Werke sind in namhaften Sammlungen vertreten: National Museum of Art/Osaka, Norton Museum of Art/Palm Beach, Deutsche Botschaft Peking, Sammlung der Bundesrepublik Deutschland, Kunsthalle Bremen, Berlinische Galerie, Neue Galerie Kassel, Sammlung Jeane von Oppenheim,  Sammlung Alison und Peter W. Klein, VGH Hannover u.a.).

 

www.utelindner.de

 Eröffnung: Freitag 16.Okt.2020

Öffnungszeiten: Do + Fr 15-18 Uhr | Sa 10-13 Uhr