GOLD | 27.03.2020 - 25.04.2020 | HOLGER ENDRES

Über Malerei reden, das hat keinen Sinn. Indem man mit der Sprache etwas vermittelt, verändert man es.  (Notizen Gerhard Richter 1964/65)

What you see is what you see. Die von Frank Stella - dem einzigen Maler unter den Protagonisten der Minimal Art - 1964 geprägte Formel, scheint perfekt für die Arbeiten des Künstlers zu passen.
Von Interesse ist das Zitat im Hinblick auf die Kunst von Holger Endres nicht etwa da es seine Malerei in eine Traditionslinie stellt. Wirklich spannend ist es, weil es die Aufmerksamkeit auf das Sehen lenkt, die Relation zwischen Sichtbarem und Gesehenem als Gleichung betrachtet und dabei Denkräume öffnet, die assoziativ funktionieren. Auf den Bildern von Holger Endres ist nur zu sehen was zu sehen ist,- eine inhaltliche und formale Weiterentwicklung von Form und Farbe. In einem fortlaufenden Prozess und in Serien angelegt lässt der Künstler seine Malerei entstehen. Er greift auf vorangegangene Motive zurück, überprüft sie und stellt sie in einen neuen Kontext. Zeit spielt keine Rolle. Eine Serie kann wiederkehrend Jahre später in anderen Zusammenhänge auftauchen, - für den Kunstverein Viernheim entwickelt er eine neue Arbeit aus der Serie „Magenta Schwarz Weiss“ die ortspezifisch für die Räumlichkeit des Kunstvereins entsteht. Ebenso zeigt der Kunstverein Viernheim neue Arbeiten der 2019 entstandenen Serie „PARIS“ und der 2017 entwickelten Serie „MIAMI BEACH“. Das Zeit keine Rolle im künstlerischen Schaffen spielt beweisen drei großformatige Zeichnungen von 2008 die Holger Endres zum ersten mal der Öffentlichkeit zeigt - GOLD

 

Eröffnung: Freitag 27. März 2020 | 19:00 Uhr im Kunsthaus Viernheim

Begrüßung: Fritz Stier | Kunstverein Viernheim

Einführung: Dr. Sebastian Baden | Kunsthalle Mannheim